Lebensskript- und Teamskriptarbeit

Die Skriptarbeit kommt aus der Transaktionsanalyse. Ein Skript ist die unbewusste Lebenswelt, die jeder Mensch sich selbst schafft und nach der er lebt. Diese Lebenswelt kommt aus individuellen Erfahrungen und bildet sich aus den bewussten oder unterbewussten Reaktionen darauf. Als Kinder schützten wir uns, wenn jemand unsere Grenzen überschritt. Konnten wir dies nicht offen tun, mussten wir andere Wege finden, damit umzugehen. Vielleicht ließen wir keine Gefühle mehr zu oder zogen uns komplett in uns selbst zurück. Unsere Natur mag einmal ganz anders gewesen sein, aber wir konnten nicht anders.

Skriptsätze beinhalten also Glaubenssysteme, Werte, Haltungen und Aussagen über das Selbstwertgefühl. Sie bestimmen unsere Möglichkeiten, uns zu entfalten und mit der Umwelt auf konstruktive oder blockierende Art und Weise zu recht zu kommen. Im Skript sind offene und subtile Einflüsse durch unsere Eltern und unser Umfeld gespeichert. Auch unser eigenes Bild von der Welt ist Teil des Skriptes.

Psychologische Spiele, die jemand spielt, sind Ausdruck seiner Skripten. Wir erfüllen unser Skript jeden Tag, d.h. unsere Umwelt spiegelt uns unser Skript wider. Wenn wir z.B. einen destruktiven Skriptsatz haben wie "um Liebe und Anerkennung muss ich kämpfen" werden wir uns immer wieder Situationen suchen, in denen uns genau das passiert. Wir wundern uns, wieso wir nicht geliebt werden, so wie wir es uns wünschen und wieso wir permanent kämpfen.

Die Skriptanalyse macht unsere gelebte Glaubenswelt transparent. Wir können destruktive Skriptsätze verändern und neu verankern.

In Teams und Organisationen bringt jedes Mitglied sein persönliches Skript und seine persönlichen Bedürfnisse mit ein. Es entsteht ein bestimmter Teamgeist, eine Gruppenatmosphäre, die konstruktive und manchmal auch destruktive Elemente enthält. In der Teamskriptanalyse geht es darum, diese Dynamiken genauer anzuschauen und destruktive Elemente zum Positiven zu verändern.

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